Freitag, 23. Dezember 2011

Weihnachten in den 80er Jahren...

Gestern habe ich hier erzählt, wie das Weihnachtsfest meiner Kindheit war, heute geht es um Weihnachten in den späteren Jahren, mit Ehemann und Kind - etwa Ende der 1970er - Anfang der 1980er Jahre. In dieser Zeit war der Abend vor Weihnachten für mich ziemlich stressig...
"Mann holt Weihnachtsbaum aus dem Wald"
Im wirklichen Leben nicht so idyllisch...
Es ist Heiligabend...später Vormittag... Mein Mann zieht mit der Axt los und geht in den Wald, um unseren Weihnachtsbaum zu schlagen. (Ich habe es nie begriffen - warum musste der Baum immer erst am 24. Dezember geschlagen werden?)

In diesen Zeiten kam an Heiligabend immer die Familie meines Mannes zu uns - das waren meine Schwiegermutter und die beiden Brüder meines Mannes mit ihren Frauen. Mit mir, meinem Mann und dem Kind waren wir also 8-10 Personen, je nach dem ob die Kinder der Verwandschaft auch mit dabei waren. Traditionell gab es immer einen klassischen, im Ofen gebratenen Schweinebraten. Als Beilagen Kartoffelsalat, Endiviensalat, Gurkensalat und einen Nudelsalat. Ich hatte also zu tun, die Gäste wurden gewöhnlich gegen 18 Uhr erwartet.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht: "Wo ist der Stress?" Falsche Frage, sie sollte lauten: "Wo ist der Baum?" Schon vergessen - "Mann geht in den Wald um Weihnachtsbaum zu schlagen". Inzwischen wird es draußen langsam dunkel, die Uhr geht gegen vier... Bis jetzt steht noch kein Baum... Die Gäste kommen um sechs aber -  no Christmas Tree in sight, not at all ... Jetzt beginnt der Stress. Kein "Wir warten auf's Christkind" oder "Warten unterm Christbaum", statt dessen  heißt es "Warten auf den Tannenbaum".

Kurz nach vier ist es dann soweit - der Baum (mit Mann) trudelt ein. "Trudelt" trifft es ganz gut - Mann ist ziemlich fidel, im Wald hat er Freunde - andere Verrückte, Gleichgesinnte, Förster, Jäger - getroffen und einer hatte zufällig eine Flasche Selbstgebrannten dabei. Das erklärt seine gute Laune - meine dagegen sinkt - dafür steigt im Gegenzug mein Stressfaktor. Jetzt muss der Baum nämlich erst noch hergerichtet werden - und geschmückt. Das kann dauern...und die Zeit verrinnt...was werden die Gäste zu dem Chaos sagen...

Selten ist der Wuchs des Tannenbaums optimal, also muss das Gesamtbild des Weihnachtsbaumes noch geschönt werden. Das geschulte Auge meines Mannes erfasst alles Unwuchtige (ich frage mich - hat er keinen schöneren Baum gefunden oder sah er vielleicht nur den Baum vor lauter Wald nicht...hat vielleicht der Genuss des Selbstgebrannten Sehstörungen verursacht?) Jetzt werden hier mitten im Wohnzimmer störende Äste entfernt oder zurecht geschnitten, dann müssen eventuell vorhandene Lücken am Baum geschlossen werden, d.h. dort wo Äste fehlen, wird am Stamm ein Loch gebohrt und ein zugeschnittener Ast in die Lücke gesteckt.

Die Zeit verrinnt...der Stressfaktor steigt. Zwischendurch kommt die Schwiegermutter und nimmt ihren Enkel mit zur Weihnachtsandacht in die Kirche...

Es ist jetzt nach fünf - der Christbaum steht kerzengerade und wohl proportioniert im Ständer und kann nun geschmückt werden. Das macht der Mann ganz allein, an seinen Baum lässt er keinen ran. Er macht das auch wirklich schön - jedes Lametta wird einzeln aufgehängt. Das dauert... Den Tisch habe ich in der Zwischenzeit schon mal gedeckt, jetzt hole ich den Staubsauger und mache den Dreck weg.

Kurz vor sechs kommt die Oma mit dem Enkel zurück aus der Kirche. Die Geschenke liegen schon unterm Weihnachtsbaum, die Lichter am Baum strahlen mit den Augen unseres Sohnes um die Wette und das handgeknüpften Lametta, die Christbaumkugeln und die sonstigen Anhängsel sitzen perfekt, ebenso wie der Stern an der Spitze. Das Essen ist fertig, der Tisch ist gedeckt und schon trifft auch die übrige Verwandtschaft ein. Ach wie schön ist Panama die Weihnachtszeit!

Die Geschenke wurden ausgepackt, inzwischen sitzen alle zufrieden am Tisch vor ihren gefüllten Tellern und - wie in jedem Jahr - kommt von seitens der Schwägerinnen der Spruch: "Ach tut das gut, sich an den gedeckten Tisch zu setzen, ich bin ja so kaputt, bei uns (= im Supermarkt) war heut' wieder so viel los!" ICH KÖNNTE SCHREIEN!! Wie üblich wird ignoriert, dass auch ich berufstätig bin.

Meine Tätigkeit wurde von der Verwandtschaft ganz einfach nie als "Arbeit" angesehen, es war ja schließlich unsere eigene Firma, in der ich beschäftigt war. Niemand ist je auf den Gedanken gekommen, uns im Gegenzug auch mal einzuladen, damit auch ich mich einmal "an den gedeckten Tisch" setzen könnte.

Nach ein paar Jahren hatte ich genug davon, von da an haben wir den Heiligabend nur noch zu dritt verbracht. Jetzt gab es auch keinen Stress mehr mit dem Weihnachtsbaum. Da an Heiligabend keine Gäste mehr erwartet wurden, war es mir völlig egal wann und ob der Baum fertig da stand. Irgendwann stand er immer - kerzengerade und schön anzusehen.

Ich  möchte mich hier und jetzt outen und es einmal ganz laut und deutlich sagen dürfen:  ICH HASSE WEIHNACHTEN!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Weihnachten in meiner Kindheit

In meiner Kindheit lag eigentlich jedes Jahr das selbe (oder sagt man das gleiche?) unter dem Weihnachtsbaum - nämlich meine Puppenküche. Das war nur ein einfacher, nach vorne und oben offener Holzkasten mit zwei kleinen Fenstern an den Seiten - aber das Mobiliar für die Küche hat mein Opa  selbst gemacht (er war Möbelschreiner). Ich hatte einen Küchenschrank aus Holz, der genauso aussah wie der Schrank in unserer richtigen Küche, mit Vorhängen hinter den Scheiben. Diese Ähnlichkeit kam nicht von ungefähr, denn auch den "Großen" hatte mein Opa geschreinert. Dazu gab es noch einen Holztisch und, wenn ich mich recht erinnere, auch Stühle oder Hocker. Der Tisch hatte sogar eine richtige Schublade!

Besteck für die Puppenküche
Zu Weihnachten bekam ich dann immer ein neues Teil dazu - mal den Küchenherd oder Töpfe, Tellerchen, Tassen und Besteck. Manchmal gab es auch nur neue Vorhänge für die Fenster und eine Decke für den Tisch. Den Herd konnte man mit Esbit beheizen (den speziellen Geruch habe ich immer noch in der Nase) und so habe ich mir Kakao gekocht und ihn aus meinen Puppentässchen getrunken (auch diesen Geschmack habe ich noch auf der Zunge). Andere Geschenke gab es nicht - oder ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Am Dreikönigstag, wenn auch der Weihnachtsbaum abgeräumt wurde, verschwand meine Puppenküche dann plötzlich wieder - bis zum nächsten Jahr. Ich habe nie herausgefunden, wo sie während des Jahres versteckt wurde.

Meine schöne Puppenküche gibt es heute leider nicht mehr. Meine Mutter ist 1962 zwei Wochen nach Weihnachten gestorben - ich war gerade mal 12 Jahre alt. Danach kam die Küche irgendwann abhanden. Ich vermute, dass mein Vater sie einfach weggegeben hat. Ich habe ihn oft danach gefragt, aber er wusste, so sagte er zumindest, nicht mehr wo sie geblieben war. Ich konnte ihm das - wie manches andere auch - bis heute nicht verzeihen.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012!

Dienstag, 6. September 2011

Der Kastanienminiermotte auf der Spur...

Schadbild an Roßkastanienblatt

In den letzten Jahren sehe ich immer häufiger Roßkastanien, deren Blätter sich bereits mitten im Sommer herbstlich braun verfärbt haben und welken - ein wirklich trauriger Anblick! Da jetzt auch unser Kastanienbaum im Garten betroffen ist und Blätter mit braunen Flecken hat, wollte ich nun doch mal genau wissen, was diese Blattschäden hervorruft. Ich habe also im WWW recherchiert und dabei herausgefunden, dass die Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella) der Verursacher der Schäden ist. Dieser unscheinbare kleine Falter ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten (Gracillariidae), er ist rotbraun mit 3 weißen Querstreifen. Da er 1984 erstmals in Mazedonien entdeckt wurde, nennt man ihn auch Balkan-Miniermotte.

Die Wirtspflanze der Motte ist die Roßkastanie, bevorzugt die weiß blühende, auf deren Blattoberseiten sie vom Frühjahr bis in den Herbst hinein ihre Eier ablegt. Nach dem Schlüpfen bohren sich die Larven in die Blätter und legen Gänge (Minen) an. In diesen Minen, die sie mit der Zeit erweitern, ernähren sie sich zunächst vom Pflanzensaft, in späteren Larvenstadien auch vom Gewebe der Kastanienblätter. Die Fraßgänge (Minen) der Larven werden schnell braun und vertrocknen, die Blätter beginnen dann zu welken. Nach dem fünften Larvenstadium spinnen sie sich ein und verpuppen sich. Nach ca. 14 Tage schlüpfen dann die neuen Falter, es gibt 3-4 Generationen im Jahr! Der Falter selbst ist winzig, nur bis 5 mm lang, wahrscheinlich habe ich ihn deshalb auch noch nie zu Gesicht bekommen.

Mein Forscherdrang hat mir aber keine Ruhe gelassen, ich habe ein befallenes Blatt mal genauer untersucht und eine der Minen geöffnet - und tatsächlich habe ich dort eine Larve gefunden. Dass solche winzigen, nur bis zu 4 mm langen Räupchen derartige Schäden an Kastanien hervorrufen können, kann ich kaum glauben.
Makroaufnahme der Larve (siehe Pfeil im ersten Foto)
Mit meiner Kamera habe ich den Übeltäter gleich im Bild festgehalten - mit Maßangabe, auf dem Foto sieht die Raupe nämlich ziemlich riesig aus. Die Motten fliegen übrigens im Mai, Juli und im September. Da ich jetzt weiß wie sie aussehen, werde ich also die Augen offen halten, dann wird mir sicherlich auch noch der Schmetterling vor die Linse kommen...

Ein wirksames Mittel gegen die Kastanienminiermotte gibt es leider noch nicht. Man kann lediglich die 1. Population im Frühjahr eindämmen, indem man das gefallene Laub regelmäßig entfernt und verbrennt (oder im Restmüll entsorgt). Die Puppen überwintern nämlich in den Blättern und schlüpfen dann im Frühling als Schmetterlinge - der Zyklus beginnt also wieder von Neuem.

Samstag, 3. September 2011

Eichhörnchen auf Diebestour...

Eichhörnchen, Sommer 2011
Nach langer Zeit ist mir wieder mal ein Schnappschuss von unseren Nußdieben gelungen. Letztes Jahr waren sie kaum zu sehen, aber in diesem Jahr gibt es ja auch genug Haselnüsse, da können sich ganze Eichhörnchen-Familien damit eindecken. Unser Zwetschgenbaum hängt auch ganz voll, jetzt sind die Früchte richtig reif, das gibt wieder gutes Mus und natürlich auch Pflaumenkuchen.

Montag, 8. August 2011

Planet der Affen

Taylors erste Worte, nachdem er wieder sprechen kann: "Get your stinking paws off me, you damned dirty ape."
Es gibt ja von "Planet der Affen" schon einige Remakes, die jedoch in meinen Augen nicht an das Original heranreichen. Am Donnerstag, 11.08.2011 hat man nun die Gelegenheit sich vier der fünf Original "Planet der Affen"-Filme (von 1967-1972) auf Kabel Eins anzusehen. Den letzten Film "Schlacht um den Planet der Affen" (USA 1973) sendet Kabel Eins nicht, was einerseits schade ist, denn dann hätte ich alle Sequels komplett, andererseits ist der letzte Film aber auch der Schlechteste.



Der Filmabend beginnt um 21:40 Uhr mit "Planet der Affen" (USA 1967). Weiter geht es mit "Rückkehr zum Planet der Affen" (USA 1969) um 23:40 Uhr, "Flucht vom Planet der Affen" (USA 1971) um 1:25 Uhr und zu guter letzt um 3:00 auch noch "Eroberung vom Planet der Affen" (USA 1972). Ich werde alle vier Filme aufzeichnen (und natürlich später auch ansehen), obwohl für mich eigentlich der erste (und evtl. noch der zweite) Teil der Beste ist.

Ich habe "Planet der Affen" zum ersten Mal 1969 im Kino gesehen. Unvergesslich ist mir das Ende, als Taylor die Freiheitsstatue entdeckt und erkennen muss, dass er sich auf der durch einen Atomkrieg zerstörten Erde befindet  und wie er nach dieser Erkenntnis die Menschheit verflucht, die die Zivilisation vernichtet hat. Das ist für mich bis heute eine der eindrucksvollsten Szene im Science Fiction Genre. Wenn man den Film bereits kennt, ist dieser Überraschungseffekt zwar weg, aber der Film ist und bleibt spannend und beeindruckt mich immer noch.

Der Film basiert übrigens auf der Novelle von Pierre Boulle  "Planet der Affen " (La planète des singes), die er 1963 geschrieben hat - von ihm stammt auch der Roman "Die Brücke am Kwai " (Le pont de la rivière Kwai), der ebenfalls verfilmt wurde (1957).

Donnerstag, 14. Juli 2011

Lug und Trug

Als ich am Sonntag den Beitrag zum Wolkenbruch geschrieben habe, ist mit wieder in den Sinn gekommen, wie man als Kind doch so manches mal von den Erwachsenen hereingelegt und angelogen wurde. Die meisten Geschichten vergisst man, andere aber bleiben einem im Gedächtnis, auch wenn sie noch so unbedeutend sind.

Ich war als Kind ziemlich klein und habe mir natürlich immer sehr gewünscht, groß zu sein. Mein Vater erzählte mir damals, dass man wachsen würde, wenn man sich im Sommer in den Regen stellt. Das leuchtete mir ein, Blumen wachsen ja auch wenn man sie gießt. Ich weiß jetzt nicht mehr, wie oft und wie lange ich damals im Regen stand - genutzt hat es jedenfalls nichts...ich bin auch heute nicht sehr groß.

Ein anderes mal hat mich mein Onkel Kurt hereingelegt. Zu meiner Kommunion bekam ich neue schwarze Lackschuhe, mit einem Riemchen, das man seitlich mit einem Druckknopf schließen konnte. Die Schuhe haben mich aber genau an dieser Stelle furchtbar gedrückt. (Auf meinen Kommunion-Fotos sieht man noch, dass ich die Riemchen immer offen gelassen habe).

Weil ich so jammerte, hat mein Onkel die Schuhe "repariert", so sah es zumindest aus. Als ich sie wieder anzog, fragte er mich, ob es jetzt besser sei. Warum ich damals Ja sagte weiß ich nicht, vielleicht wollte ich nur höflich sein, denn die Schuhe drückten mich genauso wie zuvor. Dieses Ja ärgert mich aber bis heute, denn mein Onkel hatte gar nichts an den Schuhen verändert, das habe ich schon damals irgendwie gemerkt...er hat mich reingelegt.

Ein Elwedritsch schlüpft aus dem Ei
(Elwedritsche-Brunnen Neustadt/Wstr., Foto: Immanuel Giel)
Als kleines Mädchen war ich manchmal im Sommer bei Verwandten auf dem Land und habe dort mit den einheimischen Kindern gespielt. Einige Buben haben mich dabei gefragt, ob ich, sobald es dunkel würde, mit ihnen in den Wald gehen wollte, "Elwedritsche" fangen. Dafür bräuchte man Laternen - die hätten sie schon -  und einen großen Kartoffelsack - den sollte ich mitbringen.

Natürlich wusste ich nicht, was "Elwedritsche" sind, aber die Buben haben mir diese unglaublichen, märchenhaften Wesen in glühenden Farben geschildert. Ganz klar, dass ich da mitgehen und auch eines fangen wollte. Als ich zu Hause meine Tante um einen großen Sack bat, wollte sie natürlich wissen was ich damit vor hatte. Ich erzählte ihr also, dass ich heute Nacht mit den anderen im Wald "Elwedritsche" fangen wollte. Das hat sie mir auf der Stelle strengstens verboten! Sie hat einfach behauptet, "Elwedritsche" gäbe es überhaupt nicht, damit wollte man nur Stadtkinder - vor allem dumme Mädchen wie mich - hereinlegen. Ich war schwer enttäuscht von ihr - ich glaubte ihr natürlich kein einziges Wort...alles nur Lug und Trug.

Sonntag, 10. Juli 2011

Erst Wolkenbruch, dann Regenbogen

Gerade ging hier ein schwerer Wolkenbruch nieder. Ich habe gleich mein Auto raus gestellt, so wird es kostenlos gewaschen. Bei Hagel ist das natürlich weniger empfehlenswert...
 Der Wolkenbruch ist schon vorbei, die Sonne scheint wieder und mein Auto ist sauber. So ist's recht!

Gruß an die Küche...

Mein Mann hält es mit dem Loben gewöhnlich so wie die Schwaben: "Nix gsagt isch gnug globt". Auf deutsch: "Nichts gesagt ist genug gelobt". Umso mehr erstaunt war ich über seine Notiz an der Küchentafel - sogar mit Herz und Pfeil! Und das nach über 40 Jahren Ehe - so ein herz-liches Lob erfreut wohl jede Köchin. Es gab aber auch etwas ganz besonders Gutes, nämlich Schweinefilet mit Majoran und Apfel. Mir scheint, da werden Männerherzen schwach...sollte man sich vielleicht merken.

Montag, 4. Juli 2011

Wespen in unserem Garten

Wespen an der Vogeltränke



Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein Wespennest im Garten, diesmal an anderer Stelle als im Vorjahr (siehe Post Wespen beim Hausbau). Die Wespen erweisen sich als durchaus friedliche Zeitgenossen, die uns nicht belästigen, obwohl sie diesmal näher am Haus sind. Sie haben ihren Platz auch gut gewählt, denn ganz in der Nähe steht unser Vogelbad, das sie an warmen Tagen regelmäßig zum Trinken aufsuchen - auch Insekten haben Durst. Am Einflugloch am Boden herrscht zur Zeit beständiger Flugverkehr. Im Herbst ist dieser Spuk dann wieder vorbei, das gesamte Wespenvolk stirbt ab. Nur die Königin überwintert irgendwo an geschützter Stelle, um dann im kommenden Frühjahr wieder einen Platz für ihr neues Nest zu suchen. Im Herbst werde ich die alte Stelle mal aufgraben, ich würde gerne sehen, wie so ein Nest von innen aussieht und wie groß es ist...ich werde die Fotos dann hier im Blog veröffentlichen.

video

Dienstag, 31. Mai 2011

Es gibt keine Bienen mehr...

Honigbiene bei der Arbeit
Ich weiß auch nicht, was in diesem Frühjahr los ist. Sonst summt und brummt es zur Blütezeit an allen Ecken und Enden, aber nicht in diesem Jahr. Die beiden Bilder habe ich am 19. Mai 2009 aufgenommen, dieses Frühjahr waren auf der Hecke keine Bienen zu finden, aber auch die schönen Goldkäfer waren nicht da. Ringsum blühen die Bäume und Sträucher, aber von Honigbienen keine Spur.
 
Goldkäfer
Es ist so, als ob alle Bienen plötzlich verschwunden wären. Auch Hummeln und Wespen habe ich bislang kaum zu Gesicht bekommen, im letzten Jahr hatten wir dagegen sogar ein  Wespennest  im Garten. Ich weiß jetzt nicht, ob das nur ein örtliches oder regionales Ereignis ist, falls aber irgend jemand das Fehlen der Bienen auch aufgefallen ist, würde es mich sehr interessieren davon zu erfahren. Irgendwie ist mir das alles unerklärlich und etwas unheimlich...

Montag, 2. Mai 2011

Mückenlocher Kerwe 2011

Kerwebüttel und Kerweschlumpl
In diesem Jahr wurde die "Micklocher Kerwe" vom Schützenverein SV Edelweiß e.V. ausgetragen. Für den kleinen Verein ist die Ausrichtung der Kerwe immer wieder eine Herausforderung. Die Vereinsmitglieder haben aber wie immer ihr Bestes gegeben und wurden dabei mit tatkräftiger Hilfe vom Alf-Club unterstützt.

Diesmal waren auch wieder Fahrgeschäfte und Verkaufsstände da, das war schön, denn was wäre eine Kerwe ohne gebrannte Mandeln und ohne Auto-Scooter - oder "Boxautos", wie man hier bei uns sagt. Es gab auch ein  Kinderkarussell  und sogar eine Schiffschaukel, die war aber leider nur schwach besucht. Vielleicht wissen die jungen Leute ja nicht mehr, wie so was altmodisches funktioniert...dazu gibt es keine Apps, dazu braucht man nur Muskelschmalz! Die Fahrpreise waren erfreulich moderat. Alles in allem war es eine gelungene Kerwe. Die Veranstaltungen waren gut besucht und jeder hatte seinen Spaß, sogar das Wetter hat mitgespielt. Traditionsgemäß ist es zur Kerwe nämlich schlecht, oft regnet es oder es ist kalt und windig. Der Verein konnte mit der Kerwe 2011 wirklich zufrieden sein.

Unsere Kerweschlumpl sah übrigens extrem gut aus in diesem Jahr, ganz schick gekleidet und gut geschminkt, eine echte Augenweide! Für Interessierte - hier ist auch noch der Link zu meinen Kerwe-Fotos.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Russenkälte oder Frühling?

Gestern meldete BILD: "Russenkälte lässt Deutschland zittern". Heute verspricht uns ein Diplom-Meteorologe einen milden, schönen Frühling ab Mitte März. Sein Wort in Gottes Ohr - die Kälte habe ich wirklich langsam satt. Heute früh hatten wir hier minus 7 Grad!

Bier und Limo...

Mein Göttergatte hat mir gestern diese Einkaufshinweise auf der Notiztafel in der Küche hinterlassen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl. Scheint wirklich dringend zu sein - zumindest hat er auch an mein Limo gedacht...

Montag, 10. Januar 2011

Ich hab die Nägel schön...

Selbst gemacht! Mit einem "French Manicure Liner" (das ist eine Art weißer Filzstift) die Nagelspitzen weiß angemalt und danach mit Klarlack drüberlackiert. Gefällt mir gut, ich konnte es sogar an der rechten Hand problemlos - sozusagen mit links - selber machen.

Six Feet Under - Flashgames

Vor Langeweile sind auch Leichenbestatter nicht gefeit und so haben die findigen Totengräber ein weiteres amüsantes (leicht makaberes) Spielchen erfunden. Schleudere mit dem Mülleimerdeckel den herausgepulten Herzschrittmacher möglichst weit durchs Labor. 

Spielsteuerung: Leertaste = Herzschrittmacher fallenlassen; Mülleimerdeckel öffnen.
linke Maustaste (gedrückt halten) = Schwämmchen verschieben.

Quelle: VOX.de

Hier das Spiel Nr. 3: Bestattungskurier. Familie Fisher hat alle Hände voll zu tun! Helfen Sie Nate & Co., in dem Sie den Abtransport sterblicher Überreste in Särgen und Urnen oder als Skelette und Mumien möglichst effizient koordinieren...Und zu guter Letzt das Six Feet Under-Spiel Nr. 4: Sarg-Weitwurf. Knacke den Highscore! Ich wünsche viel Vergnügen!

Sonntag, 9. Januar 2011

Six Feet Under - Gestorben wird immer

Quelle: Internet Movie Database (IMDb)
 Die letzte Folge der fünften (und letzten) Staffel von "Six Feet Under" lief in Deutschland am 24. März 2007 auf VOX. Nun kommt diese coole Serie endlich wieder zurück - und das auch noch völlig werbefrei! Ab 5. Januar 2011, immer mittwochs um 22:30 Uhr auf ZDF_neo.  Wiederholungen werde jeweils sonntags um 22:25 Uhr gesendet.  Die Wiederholung der ersten Folge kommt heute, ein Glück, dass ich es rechtzeitig bemerkt habe, so kann ich die Staffeln von der ersten Folge an aufzeichnen.

Der Name der Serie leitet sich übrigens von der Tiefe ab, in der in den USA gewöhnlich Menschen beigesetzt werden (sechs Fuß, engl.: feet, entsprechen 183 cm). "Six feet under" bedeutet wörtlich "1,80 Meter tief (begraben)" und ist in der US-amerikanischen Umgangssprache ein Ausdruck für "begraben", es entspricht etwa dem deutschen "die Radieschen von unten betrachten".

Erzählt wird die Geschichte der Fishers, einer Familie, die in Los Angeles ein Bestattungsinstitut führt. Nach dem Tod des Vaters wird das Unternehmen von den Brüdern Nate (Peter Krause) und David (Michael C. Hall) geführt. Andere Familienmitglieder sind Mutter Ruth und die jüngere Schwester Claire.

Am Anfang jeder Folge steht gewöhnlich ein Todesfall, der die Einleitung zu den Episoden darstellt. In der ersten Folge beginnt alles mit einem tragischen Unfall, der Bestattungsunternehmer Nathaniel Fisher ausgerechnet am 24. Dezember aus dem Leben reißt...

Die Serie zeichnet sich durch ihren unkonventionellen Umgang mit schwierigen Themen wie Tod, Trauer, Liebe und Homosexualität aus. Die an sich ernsten Themen werden mit einer gehörigen Portion von schwarzem Humor und  Sarkasmus behandelt. Selten gelang einer Serie der Spagat zwischen Komödie und Tragödie so mühelos. Gerade diesen etwas makaberen Humor habe ich an dieser Serie immer geliebt und ich freue mich sehr darüber, dass ZDFneo diese Serie von der ersten Folge an wiederholt.

Samstag, 1. Januar 2011

Silvesterfeuerwerk 2010 - Prost Neujahr 2011!

Wie in jedem Jahr veranstalten die Mückenlocher in der Silvesternacht ein brillantes Feuerwerk - zur Freude von uns und unseren Gästen. Bequem von unserem Balkon aus - ein Glas Sekt in der Hand - können wir dieses Schauspiel verfolgen und das Neue Jahr grandios begrüßen.



Ich wünsche allen ein glückliches und gesundes Jahr 2011!