Donnerstag, 8. November 2012

Backstube im Oktober

Im Oktober habe ich wieder einige neue Brotrezepte getestet. Schon lange wollte ich Vinschgauer Brot backen, das kenne ich aus Südtirol. Durch die Gewürze hat es einen ganz besonderen Geschmack. Da traf es sich gut, dass mir mein Sohn aus dem Urlaub Original Südtiroler Brotgewürz mitgebracht hat, eine Gewürzmischung aus Anis, Kümmel, Koriander und Fenchelsamen.


Was dieser Mischung noch fehlte war Brotklee, ein ganz besonderes Gewürz, das unbedingt zu den Südtiroler Broten dazugehört. Das habe ich mir dann noch online in einem Backshop bestellt.

Nun konnte ich endlich auch die Original Vinschgauer Fladen backen, nach einem Rezept von Tosca aus dem Brotbackforum. Die Fladen sind wunderbar geworden - dieser Duft und der Geschmack - einfach herrlich. Und ich durfte sie ganz alleine essen, denn der Meister mag die Gewürze nicht, ist halt Geschmacksache. Demnächst werde ich mich auch an Schüttelbrot versuchen, die richtigen Gewürze dazu habe ich jetzt ja.

Vinschgauer Fladen
Vinschgauer - Anschnitt
Dann gab es noch das Doppelback von Ketex. Es ist mir gut gelungen, aber es war mir zu mild, das Paderborner fand ich besser im Geschmack durch den höheren Roggenanteil.

Doppelback
Doppelback, Anschnitt

Wir haben noch so viele Walnüsse, wenn ich die verbacken will, muss ich mich halt auch mal als Nussknacker betätigen. (Für mich eine mühselige Angelegenheit, unsere Eichhörnchen beherrschen die Technik dagegen perfekt und knacken die Nüsse blitzschnell). Als erstes habe ich mit den Nüssen ein Walnussbrot mit Sauerteig gebacken. Ist auch gut gelungen. Das Rezept ist aus dem GU-Ratgeber "Brot backen" von Reinhard Hess.

Walnussbrot mit Sauerteig
Brötchen habe ich natürlich auch wieder gebacken. Besonders schön wurden meine Weizenbrötchen, bei denen ich das Salz-Hefe-Verfahren angewendet habe. Obwohl es ja immer heißt, dass die Hefe nicht direkt mit dem Salz in Berührung kommen soll, werden die Brötchen mit diesem Verfahren besonders gut, sie bekommen eine knackige Kruste und sind innen weich und fluffig. Der Teig ist auch wunderbar zu verarbeiten und lässt sich gut formen. Obwohl es "schnelle" Brötchen sind, also ohne Vorteig und lange Teigführung, sind sie nicht fad im Geschmack.
Monis Weizenbrötchen
Monis Weizenbrötchen - Anschnitt
Ein Baguette gab es aus meiner Backstube bisher noch nicht, ehrlich gesagt steh ich da gar nicht so drauf, aber Baguette-Brötchen mag ich sehr gern. Aus dem Brotbackforum habe ich mir dafür ein Rezept vom BrotDoc ausgesucht, die sogenannten BBB's (Björns Baguette-Brötchen). Wirklich empfehlenswertes Rezept!
Baguette-Brötchen
Meine Nachbackliste wird immer länger, es stehen noch so viele Brot- und Brötchenrezepte drauf. Wir können leider gar nicht soviel essen, wie ich backen möchte! Ich glaube, das nennt man Backwahn...

Kommentare:

  1. Toll...und wie immer was Du anpackst....Du machst es mit vieeeel Engagement und Intensivität...wenn ich auch eigentlich alles gerne esse, was Du backst (und auch koschst) bei diesen Vinschgauer Brot würde ich passen...alles was da drin ist, Kümmel, Fenchel und Anis für mich ein nogo....aber...eben alles Geschmacksache:-)

    AntwortenLöschen
  2. Dein Sohn hat es Dir vielleicht mitgebracht, aber nur weil deine Schwiegertochter es gesehen und in den Einkaufswagen gelegt.
    LG, M.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wirklich sehr aufmerksam von dir, liebe Schwiegertochter. Danke!

      Löschen